Wer das Internet nutzt, sucht dort häufig auch nach Gesundheitsthemen. Bei weiten Teilen der Bevölkerung ist nicht mehr der Arzt die Informationsquelle Nummer eins für Informationen über Krankheiten und ihre Behandlung. Diagnose und Therapie finden natürlich weiterhin in der ärztlichen Praxis statt; aber der Dialog zwischen Patient und Arzt profitiert von der Unterstützung durch Informationsquellen im Web.

Mehr als hundert wissenschaftliche Studien haben allerdings gezeigt, dass Gesundheitsinformationen im Internet häufig fehlerhaft und durch die Interessenlage der Anbieter systematisch verzerrt sein können. Somit bleibt nach der Internetsuche bei vielen Surfern Verunsicherung.

Rund die Hälfte wünscht sich daher eine unabhängige Instanz, die ihnen die Informationen bestätigt. Mit einer neuen Zertifizierung medizinischer Websites sollen solche Angebote ausgezeichnet werden, die gut zu bedienen sind und auf die sich Surfer auch inhaltlich verlassen können. Mehr über das Zertifizierungsverfahren lesen Sie auch im Stiftungsbrief der Stiftung Gesundheit.



Prof. Dr. Uwe SanderDieser Artikel wurde verfasst von Prof. Dr. Uwe Sander
Unser Gastautor Prof. Dr. Uwe Sander lehrt seit dem Jahr 2008 Medizinisches Informationsmanagement an der Fachhochschule Hannover. Er forscht an Web-2.0-Anwendungen in der Medizin und der Qualitätsbeurteilung von medizinischer Information im Internet.
» Homepage | Xing-Profil
Alle Artikel von

Kommentare

Für diesen Beitrag gibt es 3 Kommentare.

  1. Kommentar von Peter R am 31. Mai 2010

    Also ich gehe davon aus dass das Internetrecht in den nächsten Jahren sich um einiges komplizieren wird.
    Dazu gehören bei komerziellen Webseiten sicherauch Zwangszertifikate.

  2. Kommentar von Uwe Kai am 30. Juli 2010

    Fragen zur Gesundheit spielen im Internet eine zunehmende Rolle. Man soll das Internet nun nicht als Ersatz für eine Beratung bei seinem Arzt sehen, doch immer mehr Menschen informieren sich vor und nach einem Arztbesuch über das Medium Internet u Gesundheitsfragen. Ich kann arbeitsbedingt auch sagen, dass manchmal tatsächlich es echt hilft

  3. Kommentar von Susi am 14. Dezember 2010

    Aber ich denke das ist ein Schritt in die richtige Richtung!

Schreiben Sie einen Kommentar

Lassen SIe uns wissen, was Sie denken.