Artikel in der Kategorie "Medizinjournalismus"

Publizistik-Preis der Stiftung Gesundheit

Viele von Ihnen haben sicher in diesen Tagen den einen oder anderen Neujahrsvorsatz gefasst. Wir haben da noch ein mögliches Ziel für Sie im neue Jahr: den Publizistik-Preis 2012 gewinnen. Wenn Sie im Jahr 2011 ein kluges Wort publiziert haben in Sachen Medizin und Gesundheit, dann kann es losgehen: Bis zum 13. Januar nehmen wir noch Bewerbungen für diese Auszeichnung entgegen und sind gespannt auf alles, was unter dem Stichwort „Publizistik-Preis“ in unserem Briefkasten landet. Bewerben können sich Journalisten, die im Laufe des Jahres 2011 einen Beitrag zum Thema Gesundheit und Medizin in einem öffentlich zugänglichen Medium publiziert haben – also in einer Zeitung oder Zeitschrift, in Hörfunk oder Fernsehen, als Buch, Multimedia- oder Internet-Angebot.

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Prof. Dirk A. Loose und Dr. Pia Heinemann bei der Verleihung des Publizistik-Preises 2011

Auf dem Jahresempfang der Stiftung Gesundheit am 10. Mai 2011 wurde der Publizistik-Preis 2011 erstmals an zwei Preisträgerinnen vergeben. Neben Iris Gesang erhielt auch Dr. Pia Heinemann den Publizistik-Preis. Sie gewann die Auszeichnung für den Artikel “Aspirin – eine gegen alles?” aus der Welt am Sonntag vom 12. Dezember 2010. Hier Ihre Dankesrede:

Ich möchte mich hiermit sehr herzlich dafür bedanken, dass Sie mir heute den Publizistik-Preis ihrer Stiftung verleihen. Er bedeutet mir als unabhängiger Preis wirklich sehr viel.

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Prof. Dirk A. Loose und Hans-Jürgen Dorow bei der Verleihung des Publizistik-Preises 2011

Auf dem Jahresempfang der Stiftung Gesundheit am 10. Mai 2011 wurde der Publizistik-Preis 2011 erstmals an zwei Preisträgerinnen vergeben. Neben Dr. Pia Heinemann erhielt auch Iris Gesang den Publizistik-Preis. Sie gewann die Auszeichnung für den Galileo-Beitrag “Mein Leben als Stotterer”. Leider konnte Iris Gesang den Preis nicht persönlich entgegenehmen. Folgende Dankesrede hat Hans-Jürgen Dorow von der Bundesvereinigung Stotterer Selbsthilfe stellvertretend verlesen:

Ich freue mich natürlich sehr, dass Sie meinen Film “Mein Leben als Stotterer” auszeichnen, denn dieser kleine leise Film hat mir sehr am Herzen gelegen.

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Ein Blick aus dem Bürofenster in unserem schönen Hamburg-Ottensen: bunt gefärbte Bäume in allen Richtungen. Unzweifelhaft: Das Jahr 2010 legt gerade seinen Endspurt hin. Herbst, Advent, Lebkuchen, Weihnachtsmärkte – ab jetzt verfliegen die Wochen wieder nur so, und ehe wir uns versehen, prosten wir 2011 zu.

Wie jedes Jahr um diese Zeit ein Anlass, uns zu fragen: Was hat dieses Jahr an besonders gelungenen Publikationen zum Thema Gesundheit hervorgebracht? Wo erlebten Patienten einen Aha-Effekt, den sie so schnell nicht vergessen? Wo wurde Kompliziertes spielend leicht erklärt? Wo gab es tiefe Einblicke in die Medizin, Gesundheitspolitik oder -wirtschaft – spannend, anschaulich und faszinierend dargeboten?

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Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich mich über den Publizistik-Preis der Stiftung Gesundheit ausgesprochen gefreut habe. Seit die Einreichungsfrist verstrichen war, habe ich mehrfach täglich vor mich hingemurmelt, dass ich diesen Preis wirklich besonders gerne bekäme. Das hängt zum einen damit zusammen, dass so ein Preis den Narzissmus, unter dem ja viele Journalisten ein wenig leiden, prächtig bedient. Außerdem hängt es damit zusammen, dass man ja gerade im Bereich der Gesundheitspolitik als Journalist nicht laufend nur Zustimmung und Lob für seine Arbeit erhält.

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Vor zehn Wochen war der Einsendeschluss des Publizistik-Preises 2010 – und wieder hatten die Juroren vielfältige Gelegenheit, den eigenen Horizont in die eine oder andere Richtung zu erweitern; dank der klar mehr als hundert Einsendungen, kunterbunt aus allen Genres, Themen und Ansätzen. Und der Gewinner? Ja, wir haben ihn gefunden! In diesem Jahr sogar mit recht schnellem und deutlichem Einvernehmen. (Rückschau: im Vorjahr wurde lange und intensiv diskutiert, wurden noch ergänzend zwei weitere Experten hinzugezogen.)

Und wer ist der Preisträger? Das sagen wir erst am 29. April 2010, im Rahmen unseres Jahresempfangs.

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Der Postbote in unserer Behringstraße hatte in letzter Zeit so einiges zu schleppen.  Am 15.1. war Einsendeschluss für den Publizistik-Preis, und je näher der Termin rückte, desto größer die tägliche Briefkasten-Ladung. Jetzt liegen vor uns: 35 Zeitschriftenartikel, 28 TV-Produktionen, 19 Zeitungsartikel, 18 Radiosendungen, 16 Bücher und 7 Multimedia-Angebote, ein jedes feinsäuberlich verpackt und mit unseren – zugegeben stark formalisierten – Papieren begleitet. Schon auf den ersten Blick schaut dies alles sehr erfreulich aus, wie auch schon jeweils in den Jahren zuvor: Vielversprechende Arbeiten sind wieder dabei, daran habe ich keinen Zweifel. Das Lesen, Anschauen, Anhören und Durchklicken – unsere Beschäftigung der nächsten Wochen – verspricht also ein schöner Job zu werden. Allerdings immer auch zeitraubend.

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“Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben”, sagte einmal der spanische Schriftsteller Enrique Jardiel Poncela (1901-1952). Recht hat er, ganz besonders im Hinblick auf den Medizinjournalismus. Wer über Gesundheitsthemen schreibt, muss einen kniffligen Spagat leisten – zwischen einer meist hochkomplexen Materie und einem Laien-Publikum, das nur eines will: verstehen. Krankheiten – Therapien – Gesundheitspolitik. Ohne Fachchinesisch und Ärztelatein, zuverlässig recherchiert und objektiv präsentiert.

Um so besser, dass gelungene Arbeit auch mal belohnt wird; und zwar mit Preisen, Awards und Auszeichnungen verschiedener Vereine und Einrichtungen. Das fängt beim Kollegium der Medizinjournalisten an, das mit “Medizin im Wort” seit 1975 den ältesten der Preise vergibt. Weitere Auszeichnungen verleihen Verbände, Fachgesellschaften und Interessenvereinigungen, Versicherer und Unternehmen.

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Schlimm genug, wenn man von Krankheit geplagt ist. Wenn Knochen schmerzen, Allergien Sorgen machen oder Migräne quält. Kaum jemand tut es mit Freude, doch wer betroffen ist, sucht Informationen: Hintergründe über die Ursachen seiner Erkrankung, Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen.

Doch umso schlimmer, wenn zu dem ohnehin vorhandenen Leidensdruck nun noch ein neuer hinzukommt: Das “Nur-Bahnhof-Verstehen”-Syndrom. Ein bedrückender Schmerz, entstanden dadurch, dass angeblich an Patienten gerichtete Publikationen mit Fachbegriffen um sich werfen, Zusammenhänge nicht zufriedenstellend erklären und mehr Fragen aufwerfen als sie klären. Gerade das, was Erkrankte am allerwenigsten gebrauchen können.

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Aus meiner Tätigkeit als Journalist weiß ich noch um die Bredouille, wenn kurz vor Schluss doch noch ein Artikel ausgetauscht wird und für den aktuellen Bericht noch schnell ein Experte für ein Statement ´ran muss. Natürlich baut sich jeder Journalist in seiner Laufbahn ein Netz an Kontakten auf. Aber nicht immer ist in dieser Liste ein Zahnarzt verzeichnet, dessen Therapieschwerpunkt beispielsweise „Gebiss-Schutz für Sportler” lautet.

Zudem erreichten uns bei der Stiftung Gesundheit kontinuierlich Anfragen von Medienleuten, ob wir auf Basis unseres Arztverzeichnisses, der Arzt-Auskunft, einen medizinischen Experten kennten, der für ein Interview zur Verfügung stünde. Der eine fragte nach einem Herzchirurgen, der nächste nach einem Nuklearmediziner oder auch gar nicht so speziell nach einem Zahnarzt jedoch aus seiner Region. So entstand das Expertenverzeichnis.

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