Artikel in der Kategorie "Internet"

Wolf-Peter Weinert

Wolf-Peter Weinert ist Allgemeinmediziner in Niedersachsen. Mit seinem Blog „Der andere Hausarzt“ erreichte er 2011 den zweiten Platz bei den DocCheck Blog-Awards. Die Fragen stellte Alexandra Schramm, Herausgeberin des Buchs „Online-Marketing für die erfolgreiche Arztpraxis“.

Warum sollte man als Arzt bloggen wollen? Was hat Sie dazu motiviert?

„Von Natur aus ist der Arztberuf ein Beruf, in dem es viel zu sagen, zu klären und mitzuteilen gibt: im Gespräch mit den Patienten, mit Angehörigen, mit Ärztekollegen, über Krankheiten, Vorsorge, den Stand von Wissenschaft und Forschung, zur Gesundheitspolitik oder zur medizinischen Ideologie.

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Social Media

Seit März 2011 ist das Klinikum Bielefeld auch mit einer Facebook-Präsentation online und konnte bislang knapp 1.500 „Gefällt-mir“-Klicks generieren. Der Auftritt orientiert sich am Internetauftritt des Klinikums, der auch alle Möglichkeiten der Social-Media-Welt bietet. Ebenfalls gibt es seit 2009 einen Twitter-Account mit über 700 Followern und 1.500 Tweets. Der größte Vorteil von Facebook, Twitter und Co. liegt in der schnellen Informationsverbreitung. Informationen aus dem eigenen Unternehmen können in Echtzeit kommuniziert werden. Das Internet ist längst ein Ort für die Markenbildung eines Unternehmens, auch eines Krankenhauses, geworden.

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Uwe Tippmann

Uwe Tippmann ist Geschäftsführer der ABAKUS Internet Marketing GmbH in Hannover. Die Fragen stellte Alexandra Schramm, Herausgeberin des Buchs „Online-Marketing für die erfolgreiche Arztpraxis“.

Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht die Suchmaschinenoptimierung im modernen Marketing? Wie schätzen Sie die künftige Entwicklung ein?

„Suchmaschinenoptimierung ist eine Maßnahme zur Steigerung der Auffindbarkeit einer Website in den Suchmaschinen. Die Nutzung von Suchmaschinen steigt von Jahr zu Jahr an und ist aus dem Alltag vieler Menschen in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Kaum ein anderes Medium beeinflusst derart stark die Meinungsbildung und damit den Entscheidungsprozess wie die Suche. Aus diesem Grund gehört die Suchmaschinenoptimierung zum unabdinglichen Pflichtbestandteil im modernen Marketing-Mix. Wer von seinen Patienten nicht gefunden wird, existiert in den Augen vieler Menschen nicht.“

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Datenschutzgebiet

Registrieren oder nicht registrieren? Schon seit einiger Zeit gibt es zu dieser Frage eine Debatte, die von manchen Beteiligten mit dem Elan von Glaubenskriegern geführt wird. Es handelt sich um ein Detail im umkämpften Feld der Arztbewertungen – ein Detail, das jedoch tief ins Herz der Beteiligten blicken lässt. Die eine Seite sieht das Heil darin, dass nur eindeutig identifizierte und angemeldete Nutzer eine Arztbewertung abgeben dürfen. Der Grund ist offenbar eine tiefsitzende Angst vor Manipulationen – also vor Nutzern, die mehrmals bewerten oder eine Behandlung nur vortäuschen. Umsicht, ja Vorsicht ist hier natürlich sinnvoll und geboten.

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Website

Seit dem Jahr 2000 hat das Klinikum Bielefeld eine Website im Internet. Knapp 30.000 Zugriffe von „echten“ Nutzern kann www.klinikumbielefeld.de derzeit pro Monat verzeichnen. Diese für ein Krankenhaus durchaus stolze Zahl soll kontinuierlich weiter gesteigert werden. Sie zeigt, welche Möglichkeiten für das Klinikum in diesem Medium stecken.

Aus diesem Grund wurde der Internetauftritt in den vergangen Jahren stetig weiter entwickelt und ausgebaut. Die aktuelle Seite ist die nunmehr vierte Version. Nachdem mit dem Klinikum Halle/Westfalen ein dritter Standort hinzugekommen ist, wurde die Website noch einmal komplett umstrukturiert.

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Füller

Neulich hat uns ein Blogger geschrieben – sehr ausführlich und detailliert. Der Autor hatte einige Anmerkungen zu einer von uns zertifizierten Website und hinterfragte die dort vorgestellten Therapien und Behandlungsmöglichkeiten.

Hier nun Auszüge aus der Anfrage:

… Auf der Webseite werden zahlreiche Therapien vorgestellt und beworben, die keine wissenschaftliche Grundlage haben und möglicherweise sogar schädlich sein können.

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Prof. Dr. Uwe Sander

Prof. Dr. Uwe Sander ist Studiendekan der Abteilung Information und Kommunikation der Fachhochschule Hannover. Die Fragen stellte Alexandra Schramm, Herausgeberin des Buchs „Online-Marketing für die erfolgreiche Arztpraxis“.

Nach welchen Kriterien testen Sie die Usability einer Arzt-Website?

„Wir verwenden verschiedene Methoden, um medizinische Websites zu begutachten und zu testen. In einem Projekt mit der Stiftung Gesundheit haben wir eine gutachterliche Zertifizierung entwickelt, welche sich auf folgende Bereiche bezieht: publizistische bzw. inhaltliche Qualität, technische Fragen einschließlich Suchmaschinenoptimierung und rechtliche Sicherheit.“

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Darstellung einer barrierefreien Internetseite inklusive Responsive Design

Was für öffentliche Einrichtungen schon lange Pflicht ist, wird zunehmend auch bei Arztpraxen zum Standard: die barrierefreie Internetseite.

Eine barrierefreie Internetseite bietet für alle Besucher uneingeschränkten Zugang zu Informationen. In der Vergangenheit bedeutete dies zumeist eine optimierte technische Struktur der Internetseite, so dass diese auch von so genannten Screenreadern (Bildschirmleseprogramme) erfasst werden konnte. Sehbehinderte Personen erhielten so ebenfalls die Möglichkeit, die Seite nach Informationen zu durchsuchen. Darüber hinaus boten viele Anbieter Seitenvarianten für farbfehlsichtige Personen an und die Möglichkeit Schriftgrößen eigenständig anzupassen.

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Kommunikation

Krankenhäuser erbringen Vertrauensgüter, deren Qualität für Laien schwer zu bewerten und nachzuprüfen ist. Hinzu kommt, dass es vielen Häusern schwerfällt, sich ein unverwechselbares Profil zu geben, da Nachbarkliniken oft eine ähnliche Versorgung bieten. Und mit nüchternen medizinischen Fakten erreichen Sie vielleicht die Köpfe der Menschen, aber nicht deren Herzen. Daher setzen wir nicht auf „dröge“ Informationen, sondern erzählen Geschichten! Diese machen es nicht nur leichter, Zusammenhänge zu verstehen und neue Fakten zu erfassen, sie bleiben außerdem länger im Gedächtnis und prägen Einstellungen. So versuchen wir in unserer Kommunikation mit dem Printmagazin „Pulsschlag“, der Internetplattform „pulsschlag.tv“, Facebook, Twitter, YouTube und der Klinikwebpage Print und Online crossmedial zu verknüpfen, um auf unser Klinikangebot gezielt bei den verschiedenen Zielgruppen aufmerksam zu machen.

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Kommunizieren online

Dr. phil. Eva Baumann, Dipl.-Medienwiss., Jg. 1974, hat am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Medienmanagement studiert und dort zur Gesundheitsrelevanz des Medienhandelns promoviert. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesundheits- und Risikokommunikation sowie in der Medienrezeptionsforschung. Ergänzt wird ihr wissenschaftliches Profil durch berufspraktische Erfahrungen in der Medien- und Kommunikationsbranche. Die Fragen stellte Alexandra Schramm, Herausgeberin des Buchs „Online-Marketing für die erfolgreiche Arztpraxis“.

Was ist das Besondere an Online-Kommunikationsstrategien in der Arzt-Patienten-Interaktion?

„Online-Kommunikation setzt einen ‚Kommunikationspull‘, das heißt, einen Wunsch nach Dialog durch den Nutzer, und damit Interesse und aktive Suche voraus.

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