Den zweiten Teil des Rückblicks auf 2011 beginnen wir, ja, mit dem Blick auf das Jahr 2007: Das war das Jahr der Arztbewertungsportale. Damals sprossen Websites wie Topmedic, Imedo und Jameda und damals noch ein rundes Dutzend weiterer aus dem Boden. Was hat das mit 2011 zu tun? Nun, im vergangenen Jahr folgten die Krankenkassen und gaben ihren Versicherten die Möglichkeit, einander Ärzte zu empfehlen. Der BKK Bundesverband (BKK BV) ist beispielsweise unserem Empfehlungspool beigetreten. Darin teilen Portale und Krankenversicherer untereinander die Empfehlungen der User. Dazu gehört auch der Verband der Ersatzkassen (vdek) sowie deren Mitgliedskassen (unter anderem die DAK und die KKH-Allianz). Die starteten 2011 mit uns das Portal vdek-Arztlotse.
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So ein Blog ist eine feine Sache. Natürlich habe ich früher auch schon am Ende des Jahres zurückgschaut, was das vergangene so alles gebracht hat (und wie schnell die Zeit vergeht), aber wenn man seine Gedanken auf die Tasten bringt, dann fallen einem doch Aspekte auf, die man so gar nicht wahrgenommen hat. Auf 2010 hatte ich schon im Blog zurückgeblickt. Damals war ich verwundert, was so alles in ein Jahr passt. Für 2011 werd ich den Jahresrückblick sogar in zwei Teile splitten.
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Die Ärztekammer Bayern warnt vor Adressbuch-Betrügern. Auch die Stiftung Gesundheit warnt immer wieder vor unseriösen Angeboten an Ärzte und ist in der Vergangenheit bereits erfolgreich juristisch gegen solche Anbieter vorgegangen. Alle betroffenen Ärzte können sich gerne an die Stiftung Gesundheit oder an das Medizinrechts-Beratungsnetz wenden, wenn Sie Opfer unseriöser Angebote geworden sind. Wir helfen Ihnen gerne weiter, vermitteln Kontakte zu anderen betroffenen Ärzten oder zu deren Anwälten.
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Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich schätze Beethoven sehr, und einst mochte ich auch „für Elise“, aber warum muss dieses eigentlich wunderschöne Klavierstück in a-Moll in jeder zweiten Warteschleife verhunzt werden? Meist ist es fast bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.
Vielleicht sollten alle, die einen Anrufbeantworter oder eine Warteschleifenmusik installiert haben, sich einmal selber anrufen und hören, wie ihre Außendarstellung wirklich klingt. In der Adressredaktion haben wir leider viel zu oft mit derlei akustischen Unbill zu tun und ehrlich: Das ist auf Dauer nicht schön – tagaus, tagein „für Elise“.
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Vorurteile sind für mich als Stiftungsvorstand eigentlich gar kein Problem: Es sind ja immer wieder die selben. Gern wird man schon mal pauschal für naiv und/oder schluffig gehalten, weil bei Gemeinnützigkeit alle gleich an korkkrümelkautschukbasierte Gesundheits-Sandalen denken. Andere meinen, wir seien hochmütig, weil wir ja auf Säcken von Gold säßen. Und dann kommt in verlässlicher Frequenz die Vermutung, eine gemeinnützige Einrichtung müsse eh alles verschenken – übrigens in statistischer Häufung ausgerechnet seitens derer, die schon von Kapitalismus und Gesundheitswesen besonders gut behandelt wurden.
Effiziente Geschäftsführung und ökonomische Vernunft ist oft das Letzte, was so mancher von einer gemeinnützigen Stiftung erwartet. Ich denke, gerade gemeinnützigen Einrichtungen steht dies besonders gut an – damit jeder Euro, der aufgrund der Gemeinnützigkeit nicht versteuert wird, besonders effizient und wirksam und verantwortungsbewusst eingesetzt wird, und das immer im Sinne der Satzung, also der eigentlichen und einzigen Aufgabe.
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Auf dem Jahresempfang der Stiftung Gesundheit am 10. Mai 2011 wurde der Publizistik-Preis 2011 erstmals an zwei Preisträgerinnen vergeben. Neben Iris Gesang erhielt auch Dr. Pia Heinemann den Publizistik-Preis. Sie gewann die Auszeichnung für den Artikel “Aspirin – eine gegen alles?” aus der Welt am Sonntag vom 12. Dezember 2010. Hier Ihre Dankesrede:
Ich möchte mich hiermit sehr herzlich dafür bedanken, dass Sie mir heute den Publizistik-Preis ihrer Stiftung verleihen. Er bedeutet mir als unabhängiger Preis wirklich sehr viel.
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Auf dem Jahresempfang der Stiftung Gesundheit am 10. Mai 2011 wurde der Publizistik-Preis 2011 erstmals an zwei Preisträgerinnen vergeben. Neben Dr. Pia Heinemann erhielt auch Iris Gesang den Publizistik-Preis. Sie gewann die Auszeichnung für den Galileo-Beitrag “Mein Leben als Stotterer”. Leider konnte Iris Gesang den Preis nicht persönlich entgegenehmen. Folgende Dankesrede hat Hans-Jürgen Dorow von der Bundesvereinigung Stotterer Selbsthilfe stellvertretend verlesen:
Ich freue mich natürlich sehr, dass Sie meinen Film “Mein Leben als Stotterer” auszeichnen, denn dieser kleine leise Film hat mir sehr am Herzen gelegen.
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Der Facebook-Button “gefällt mir” macht aus uns allen ein bisschen Römische Kaiser: Mit diesem Knopf der Neuen Zeit können wir wie einst ein Nero oder Caligula den Daumen nach oben recken, und damit einer schönen Website, einer gute Idee oder einem lustigen Bild etwas mehr Beachtung verschaffen. Klar, dass wir die Facebook-Präsenz der Stiftung Gesundheit auch mit dem “gefällt mir”-Button publik machen wollen.
Zum Glück hat meine Kollegin aufgepasst und auf den Datenschutz verwiesen. Die Tatsache, dass wir durch den Button auf unserer Homepage keinerlei zusätzliche User-Informationen auf unseren Servern speichern, ist gut – aber hier egal. Über den Button können – ohne unser Zutun – personenbezogene Informationen an Facebook übertragen werden, falls ein Facebook-User bereits eingeloggt ist und anschließend etwa unseren Blog liest.
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Eine neue Welle von Adressbetrügereien rollt auf uns zu. Das deutsche Recht hat inzwischen klare Kriterien entwickelt, wann ein Eintragungsangebot als betrügerisch anzusehen ist: Steht der Preis erst im Kleingedruckten und vermittelt das Angebot den (falschen) Eindruck, es bestehe bereits eine Geschäftsbeziehung, kommt kein Vertrag zustande. Auch dann nicht, wenn es unterschrieben zurückgesandt wird.
Davon völlig unbeeindruckt haben die Adressbetrüger ein neues Geschäftsmodell: Die Angebote werden von Unternehmen mit Sitz im Ausland abgegeben.
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Kaum zu glauben, schon wieder ein Jahr herum. Ein Jahr ist es nun schon her, dass wir die Arzt-Auskunft als App für Smartphones und Navigationssysteme in Dienst gestellt haben. Seit einem Jahr gehört die Debeka, die größte Private Krankenversicherung, schon zu den Kooperationspartnern der Arzt-Auskunft Professional? Nun, das sind tatsächlich die Fakten.
Einiges hat sich getan in diesen 52 Wochen: Wir zertifizieren zum Beispiel nicht mehr nur Patientenratgeber in Form von Büchern, Hörbüchern und Zeitschriften, sondern wir überprüfen auch die Qualität von Gesundheits-Websites.
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