Erfolg macht verdächtig?
| 25. Juli 2011 | Allgemein
Vorurteile sind für mich als Stiftungsvorstand eigentlich gar kein Problem: Es sind ja immer wieder die selben. Gern wird man schon mal pauschal für naiv und/oder schluffig gehalten, weil bei Gemeinnützigkeit alle gleich an korkkrümelkautschukbasierte Gesundheits-Sandalen denken. Andere meinen, wir seien hochmütig, weil wir ja auf Säcken von Gold säßen. Und dann kommt in verlässlicher Frequenz die Vermutung, eine gemeinnützige Einrichtung müsse eh alles verschenken – übrigens in statistischer Häufung ausgerechnet seitens derer, die schon von Kapitalismus und Gesundheitswesen besonders gut behandelt wurden.
Effiziente Geschäftsführung und ökonomische Vernunft ist oft das Letzte, was so mancher von einer gemeinnützigen Stiftung erwartet. Ich denke, gerade gemeinnützigen Einrichtungen steht dies besonders gut an – damit jeder Euro, der aufgrund der Gemeinnützigkeit nicht versteuert wird, besonders effizient und wirksam und verantwortungsbewusst eingesetzt wird, und das immer im Sinne der Satzung, also der eigentlichen und einzigen Aufgabe.
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