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	<title>Stiftung Gesundheit Blog &#187; Gesundheitspolitik</title>
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		<title>Melderegister f&#252;r Behandlungsfehler oder Patientensicherheit</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Patientensicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wort „Behandlungsfehler“ l&#246;st allerlei Schl&#252;sselreize aus, nicht nur in der Boulevardpresse. Und darum ist eine inhaltstragende Diskussion in der Materie leider so schwierig. Aktuell hat der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Z&#246;ller, ein Melderegister f&#252;r Behandlungsfehler angeregt. Dieser Gedanke ist durchaus mehr als eine &#220;berlegung wert; doch die &#220;berlegungen drohen unterzugehen, solange nur reflexartig die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wort „Behandlungsfehler“ l&#246;st allerlei Schl&#252;sselreize aus, nicht nur in der Boulevardpresse. Und darum ist eine inhaltstragende Diskussion in der Materie leider so schwierig. Aktuell hat der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Z&#246;ller, ein Melderegister f&#252;r Behandlungsfehler angeregt. Dieser Gedanke ist durchaus mehr als eine &#220;berlegung wert; doch die &#220;berlegungen drohen unterzugehen, solange nur reflexartig die &#252;blichen Stereotypen ausgetauscht werden.</p>
<p>Anonym soll es sein, sagt Z&#246;ller, denn Denunziation w&#252;rde keinesfalls helfen, die Patientensicherheit zu bef&#246;rdern. Bitte nicht verpflichtend, denn „Zwangsma&#223;nahmen schaffen keine Akzeptanz“, <a title="KBV" href="http://www.kbv.de/presse/25780.html" target="_blank">w&#252;nscht sich die KBV</a>. Doch anonyme, freiwillige Melderegister gibt es bereits. Auf diversen Arztportalen wie <a title="esanum.de" href="http://www.esanum.de" target="_blank">Esanum</a> k&#246;nnen Mediziner Fehler anonym melden, und so Kollegen helfen, dieselben Fehler zu vermeiden. Doch die Angebote werden bislang wenig genutzt, auch wenn unsere Studie „<a title="Studie: &#196;rzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2009" href="http://www.stiftung-gesundheit.de/PDF/studien/Studie_AeIZG2009_kurz.pdf" target="_blank">&#196;rzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2009</a>“ gezeigt hat, dass die Portale langsam Einzug in den Praxisalltag finden.</p>
<p>Sicher ist: Ein verpflichtendes Melderegister w&#252;rde mehr Verwaltungsaufwand f&#252;r die Praxen bedeuten. Neben einem Datenschutzbeauftragten, dem Betriebsrat und einem Gleichstellungsbeauftragten k&#246;nnte dann noch ein Fehlermeldebeauftragter hinzukommen. Die R&#252;ckbesinnung der Mediziner auf die eigentlich &#228;rztliche T&#228;tigkeit – das Versorgen der Patienten – sieht anders aus. Auf der anderen Seite hat die Vermeidung von Behandlungsfehlern f&#252;r jeden Arzt, f&#252;r jede Praxis oberste Priorit&#228;t.</p>
<p>Ein Register, eine qualifizierte, strukturelle Analyse, k&#246;nnte tats&#228;chlich nutzbringend sein und die Patientensicherheit bef&#246;rdern, denn das Gros der Fehler wurzelt nicht in individuellem Versagen, sondern mehr in schlecht abgestimmten Behandlungsverl&#228;ufen, also in systemischen M&#228;ngeln und Risikofaktoren. Melden alleine gen&#252;gt da aber nicht. Die Fehler m&#252;ssen analysiert werden, um typische Fehlerquellen und wiederkehrende Muster zu erkennen. Und da gibt es bereits wertvolle Arbeit, zum Beispiel von dem <a title="Aktionsb&#252;ndnis Patientensicherheit gewinnt Publizistik Preis" href="http://www.stiftung-gesundheit.de/publizistik-preis/preis_2009_aktionbuendniss.htm" target="_blank">Aktionsb&#252;ndnis Patientensicherheit am Institut f&#252;r Patientensicherheit der Universit&#228;t Bonn</a>.</p>
<p>Das Gros der &#196;rzte ist offenkundig bereit zu einen konstruktiven Umgang mit dem Thema, <a title="Presse-Information: &#196;rzte nennen Fehler" href="http://www.stiftung-gesundheit.de/presseservice/PI_Forschung/pi-2009-06-12.htm" target="_blank">das haben sie uns 2009 gezeigt</a>. Die gro&#223;e Mehrzeit ist engagiert dabei, wenn Fehler und deren Ursachen ermittelt werden.</p>
<p>Hauptsache, wir halten aus dieser wichtigen Diskussion die boulevardesken Schlichtheiten heraus.</p>
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