Qualitätstransparenz ist ein zentrales Anliegen der Verbraucher im Gesundheitswesen. Dabei spielt die Bewertung durch Patienten für Patienten erfahrungsgemäß eine zentrale Rolle. Ihnen nützt weder Ärzte-Bashing noch ein Ärztepranger, sondern es geht um eine faire Beurteilung. Daher sollten solche Portale auf Freitexte verzichten, um Schmähkritik auszuschließen.

Wichtig ist, dass die Bereiche ärztlichen Handelns bewertet werden, die von Patienten auch beurteilt werden können: Service, Kommunikation, Behandlung. Grundlage sollte ein nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelter Fragebogen sein, damit die Ergebnisse vergleichbar dargestellt werden können. Die Veröffentlichung sollte erst erfolgen, wenn eine angemessene Anzahl von Bewertungen vorliegt. Natürlich ist der Datenschutz von besonderer Bedeutung. Unter diesen Bedingungen aber können Arztbewertungsportale eine wirkliche Entscheidungshilfe für Patienten darstellen.



Dr. Stefan EtgetonDieser Artikel wurde verfasst von Dr. Stefan Etgeton
Dr. Stefan Etgeton ist Leiter des Fachbereichs "Lebensmittel, Ernährung, Gesundheitspolitik, Qualitätssicherung und -transparenz, Senioren, Pflege" des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V.
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Kommentare

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  1. Kommentar von Christiane am 24. August 2010

    Ich finde die Idee mit dem Fragebogen gut, um eine wirklich vergleichbare Bewertung erzielen zu können. Trotzdem lässt sich damit nicht ausschließen, das verärgerte Patienten oder andere Ärzte dies nutzen, um einem Arzt Schaden zu zufügen. Extrem negative Kritiken (wenn sie gehäuft vorkommen) wird der jeweilige Arzt nie wieder los. Dazu ist das Internet viel zu mächtig. Andererseits sind die Bewertungen, wenn sie ehrlich sind, eine große Hilfe wenn man z.B. in eine neue Stadt zieht und sich einen neuen Ärztekreis suchen muss.

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