Archiv für Februar, 2010

Das Wort „Behandlungsfehler“ löst allerlei Schlüsselreize aus, nicht nur in der Boulevardpresse. Und darum ist eine inhaltstragende Diskussion in der Materie leider so schwierig. Aktuell hat der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, ein Melderegister für Behandlungsfehler angeregt. Dieser Gedanke ist durchaus mehr als eine Überlegung wert; doch die Überlegungen drohen unterzugehen, solange nur reflexartig die üblichen Stereotypen ausgetauscht werden.

Anonym soll es sein, sagt Zöller, denn Denunziation würde keinesfalls helfen, die Patientensicherheit zu befördern. Bitte nicht verpflichtend, denn „Zwangsmaßnahmen schaffen keine Akzeptanz“, wünscht sich die KBV. Doch anonyme, freiwillige Melderegister gibt es bereits.

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Ganz klar, Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf Teilhabe. Und jeder sollte seinen Teil dazu beitragen. Die Solidargemeinschaft muss dafür sorgen, dass beispielsweise Kantsteine abgesenkt werden. Und wie schaut es bei den Arztpraxen aus, deren Zugänglichkeit in vielfältiger Weise besonders bedeutsam ist? Ein barrierefreier Umbau kostet schnell mal bis zu 50.000 Euro. Und oft wird der Anbau einer Rampe schlicht nicht genehmigt, weil zum Beispiel die Hausfassade unter Denkmalschutz steht. Viele Hundert solcher Problemfälle haben uns die Ärzte in den vergangenen Wochen berichtet. Bei solch fundamentalen Aufgaben fühlen sich Ärzte oftmals alleine gelassen, denn von den Zuständigen kommt häufig nur ein Schulterzucken.

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Der Postbote in unserer Behringstraße hatte in letzter Zeit so einiges zu schleppen.  Am 15.1. war Einsendeschluss für den Publizistik-Preis, und je näher der Termin rückte, desto größer die tägliche Briefkasten-Ladung. Jetzt liegen vor uns: 35 Zeitschriftenartikel, 28 TV-Produktionen, 19 Zeitungsartikel, 18 Radiosendungen, 16 Bücher und 7 Multimedia-Angebote, ein jedes feinsäuberlich verpackt und mit unseren – zugegeben stark formalisierten – Papieren begleitet. Schon auf den ersten Blick schaut dies alles sehr erfreulich aus, wie auch schon jeweils in den Jahren zuvor: Vielversprechende Arbeiten sind wieder dabei, daran habe ich keinen Zweifel. Das Lesen, Anschauen, Anhören und Durchklicken – unsere Beschäftigung der nächsten Wochen – verspricht also ein schöner Job zu werden. Allerdings immer auch zeitraubend.

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