Zu jedem Zwicken im Rücken und jeder Krankheit gibt es eine Handvoll unterschiedlichster Ratgeber, die Wege zur Besserung aufzeigen und Hilfestellung bieten wollen. Allein beim Buchgroßhändler Libri.de bringt die Suche nach „Ratgeber Gesundheit” mehr als 12.000 Treffer. Daneben gibt es zahlreiche Broschüren, Hörbücher und CD-Roms, die den Markt ergänzen.
Das ist natürlich erstmal erfreulich, ermöglicht dieses Angebot doch weitere Schritte hin zum informierten Patienten. Gleichzeitig mehrt die Auswahl aber auch die Qual der Wahl: Für welchen Ratgeber soll ich mich entscheiden? Das mit der schönsten Gestaltung? Den prominentesten Autoren? Dem günstigsten Preis – oder doch den mit den meisten Bildern? Wie auch andernorts in der Medizin ist die fachliche Qualität für Laien kaum zu beurteilen.
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Die knappen Ressourcen erfordern einen möglichst rationalen, vernünftigen Umgang mit den begrenzten Mitteln. Dieser Grundtatbestand gilt unveränderlich auch im Gesundheitswesen. Voraussetzung für eine rationale Medizin ist Transparenz hinsichtlich der medizinischen und ökonomischen Konsequenzen des Handelns der Akteure.
Das Paradigma der Honorierung muss sich vom kranken zum gesunden Menschen hin wandeln. Die Leistungserbringer sollen insbesondere dann honoriert werden, wenn die Patienten möglichst lange gesund sind.
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Anwälte leben davon, dass andere sich streiten. Und das Gesundheitswesen mit all seinen Verzweigungen muss sich nicht hinter anderen Branchen verstecken mit dem, was es der Anwaltschaft zu bieten hat.
Aber haben Sie schon mal erlebt, dass es bei einer gemeinsamen Tagung von Juristen, Ärzten, Richtern und Funktionsträgern dieser Branche geradezu, na, ich sage mal, kombattant wird?
Doch, doch: Da referierte zum Beispiel der Geschäftsführer eines Dienstleistungsunternehmens in diesem Markt. Da hielt es in der vorletzten Reihe einen Anwalt nicht mehr auf dem Stuhl. Er sprang auf und rief aus vollem Halse: “Wenn Sie das so machen, dann verklage ich Sie!”
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Herr, da war die Not wohl wieder groß: nachrichtenarme Zeit, Sommerloch, der arme Redakteur verdonnert, wörtlich: “Irgend eine Geschichte zu machen. Irgendwas mit Ärzten.” Und, jawoll, Ärzte machen Fehler. Wenn diese beiden Dinge nun zufällig zusammentreffen, wird es gefährlich, denn die sinntragenden Bestandteile “Arzt” und “Fehler” lösen leicht spezifische Schlüsselreize aus.
Und so stand es dann auch geschrieben: Behandlungsfehler bei jedem Dritten Praxis-Arzt: eine Studie fordert mehr Qualitätsmanagement.
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Aus meiner Tätigkeit als Journalist weiß ich noch um die Bredouille, wenn kurz vor Schluss doch noch ein Artikel ausgetauscht wird und für den aktuellen Bericht noch schnell ein Experte für ein Statement ´ran muss. Natürlich baut sich jeder Journalist in seiner Laufbahn ein Netz an Kontakten auf. Aber nicht immer ist in dieser Liste ein Zahnarzt verzeichnet, dessen Therapieschwerpunkt beispielsweise „Gebiss-Schutz für Sportler” lautet.
Zudem erreichten uns bei der Stiftung Gesundheit kontinuierlich Anfragen von Medienleuten, ob wir auf Basis unseres Arztverzeichnisses, der Arzt-Auskunft, einen medizinischen Experten kennten, der für ein Interview zur Verfügung stünde. Der eine fragte nach einem Herzchirurgen, der nächste nach einem Nuklearmediziner oder auch gar nicht so speziell nach einem Zahnarzt jedoch aus seiner Region. So entstand das Expertenverzeichnis.
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