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Birgit Pscheidl: Welche Merkmale sollten Patienteninformationen und speziell Gesundheitsratgeber aufweisen?

Tanja Wolf: Patienteninformationen und Gesundheitsratgeber sollten Menschen in die Lage versetzen, aufgrund von unverzerrten Information selbst zu entscheiden. Dafür müssen die Informationen unabhängig, verständlich und ausgewogen sein. Sie müssen also Nutzen und Schaden aller Optionen vermitteln, auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand sein und die Erkrankung und ihre Risiken ohne Übertreibungen vermitteln. Sinkt beispielsweise das Risiko einer Hüftfraktur durch eine Behandlung von zwei Prozent auf ein Prozent, bedeutet dies keine Halbierung des Risikos.

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Mit weit aufgerissenem Mund jubeln wenn ein Toooooooor fällt – für Menschen denen Zähne fehlen undenkbar. Sie schämen sich und möchten das ästhetische Manko verbergen. Aber Zahnlücken sehen nicht nur unschön aus, sie können auch gesundheitliche Probleme verursachen. Wie Zahnimplantate dann helfen können und worauf es dabei ankommt erklärt PD Dr. med. dent. Sönke Harder:

Wenn Patienten durch altersbedingte Krankheiten wie Karies oder Parodontitis die ersten Zähne verloren haben, empfehlen ihnen Zahnärzte meistens, die Lücke schnell zu behandeln. Dabei sind nicht nur ästhetische Gründe ausschlaggebend. Es gibt auch viele medizinische Gründe, die dafür sprechen, sie mit einem Zahnimplantat zu füllen, zum Beispiel die Wanderung der restlichen Zähne.

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“Choosing Wisely”: Welcher Arzt wollte das nicht – kluge Entscheidungen mit und für Patienten treffen? Auf einem Workshop der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie auf dem DGIM-Kongress gingen Experten der Frage nach, ob die nordamerikanische Initiative „Choosing Wisely“ ein Modell auch für das deutsche Gesundheitswesen sein könnte.

Mutiger Zwischenruf

Der Arzt und Philosoph Howard Brody trifft einen Nerv, als er 2010 in einem viel beachteten Artikel im New England Journal of Medicine die Frage nach Überversorgung[1] stellt – mitten in der Wirtschafts- und Finanzkrise, die auch das Gesundheitssystem nicht verschont hat: Für die zukunftssichere Weiterentwicklung und Finanzierbarkeit der Gesundheitsversorgung trügen alle Beteiligten Verantwortung – auch die Ärzte, sagt Brody, seit 2006 Direktor des „Institute for the Medical Humanities“ und Professor für Allgemeinmedizin an der Universität Texas.

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Viele deutsche Journalisten berichten über die Fußball-WM in Brasilien – aber der querschnittsgelähmte Florian Hebbel hat einen ganz eigenen Blickwinkel. Aus der Rollstuhl-Perspektive berichtet er nicht nur vom Geschehen auf dem Platz, sondern vor allem auch, wie er auf Rollen in den Flugzeugen, Hotels und Stadien zurechtkommt. Seine Erlebnisse hält er in einem Blog fest. Für das Spiel Deutschland gegen Portugal bekam Hebbel zum Beispiel ein dreiköpfiges Team bereitgestellt, das ihn zur Pressetribüne brachte – das ist natürlich mehr, als sich der gemeine Fußballfan mit Behinderung erhoffen kann.

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Public Viewing bei der WM

„Müller läuft und läuft und läuft. Er passt zu Podolski und … Toooooor! Tor für Deutschland!“ Wäre das nicht schön, wenn heute unsere deutsche Nationalelf mit einer solchen Szene ihren Einzug ins Achtelfinale perfekt machen würde? Ob im heimischen Garten oder beim Public Viewing darf dann wieder gefeiert werden. Während unsere Jungs im brasilianischen Recife bei 27 Grad und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit gegen die USA wahrscheinlichch ordentlich ins Schwitzen kommen, erwarten wir hier im Norden Deutschlands immerhin 20 Grad. Auch wenn sich hier kein brasilianisches Sommerfeeling einstellt: Wer jetzt den Sonnenschutz vergisst, dessen Freude wird spätestens am nächsten Tag getrübt. Nämlich dann, wenn die Folgen des letzten Public Viewing-Ausflugs deutlich werden: Sonnenbrände auf den Schultern, im Gesicht und sogar auf der Kopfhaut.

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Der Schmerz-Experte Prof. Dr. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel, und die Geschäftsführerin der ZIES gemeinnützigen GmbH und Lehrerin Karin Frisch planen im Herbst dieses Jahres eine bundesweite Aktion zur Prävention von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen.

Kopfschmerzen sind die häufigsten Gesundheitsstörungen in der Schule. In einer repräsentativen Befragung an Schulen in Schleswig-Holstein stellte sich heraus, dass, je nach Schultyp, zwischen 20 und 50 Prozent der SchülerInnen Kopfschmerzen als wichtiges und hartnäckiges Gesundheitsproblem angeben. Aus dieser Befragung ergaben sich auch eindeutige Hinweise dafür, dass Kopfschmerzen einen wesentlichen Grund für die Entstehung von Suchtverhalten und Drogenmissbrauch darstellen. Durch den Leidensdruck, den die Kopfschmerzen verursachen, können Kinder für das Ausprobieren von Medikamenten und Drogen empfänglich werden und versuchen, auf diesem Wege eine Befindlichkeitsverbesserung zu erzielen. Spezielles Wissen zur Kopfschmerzbehandlung und Kopfschmerzvorbeugung hat daher eine große Bedeutung im Schulalter. Trotzdem gibt es bisher keine Initiativen, die aktiv das Problem aufgreifen. Es existieren noch keine Interventionen, die sich direkt an Schüler sowie deren Lehrer und Eltern richten.

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Die Honorierung meines SWR-Hörfunkbeitrags »Mama hat Krebs« durch die Stiftung Gesundheit hat mich besonders gefreut. Zum einen ist natürlich ein solcher Medienpreis für einen Autor eine persönliche Ehrung. Zum anderen finde ich es bemerkenswert, dass die Stiftung Gesundheit die Relevanz des Themas erkannt hat. Immerhin werden jedes Jahr rund 200.000 Kinder mit der Tatsache konfrontiert, dass ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Umso erstaunlicher, dass selbst die Fachöffentlichkeit die Brisanz dieser Entwicklung nicht bemerkt. Im klinischen Alltag kommt das Thema praktisch gar nicht vor. Dies, obwohl die Fakten mittlerweile klar auf der Hand liegen: Kinder kann man in einer solchen Situation nicht belügen. Sie merken intuitiv, dass etwas Schlimmes passiert ist.

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Warten

„Wartezeit“ gehört zu den am häufigsten genannten Begriffen, wenn Patienten ihre Ärzte bewerten – und zwar im positiven wie im negativen Sinne. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) im Frühjahr 2014 bei der Stiftung Gesundheit in Auftrag gegeben hat. Kommentare wie „Kurze Wartezeiten, Termine werden pünktlich eingehalten, verständliche Aufklärung ohne Hektik“ aber auch „Sehr schlechte Praxisorganisation. Sehr lange Wartezeiten“ stehen dabei exemplarisch für viele Freitextkommentare, die das Thema aufgreifen. Die Bemerkungen zeigen, dass sich Patienten besonders dann ärgern, wenn sie einen Termin vereinbart haben und trotzdem lange Wartezeiten in der Praxis in Kauf nehmen müssen. Hier können verbesserte Organisationsstrukturen in der Praxis Abhilfe schaffen.

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Organspendeausweis

Zum heutigen Tag der Organspende veröffentlichen wir einen Beitrag von Dr. Rainer Hess, ehemaliger Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Dieser Artikel ist ursprünglich als Editorial im Stiftungsbrief 2-2014 der Stiftung Gesundheit erschienen.

2012 wurden Manipulationen einzelner Transplantationszentren an Wartelisten für Patienten aufgedeckt, die zur wirksamen Behandlung ihrer Lebererkrankung dringend auf eine Organspende angewiesen sind. Dies hat zu einer bis heute anhaltenden Vertrauenskrise in der Transplantationsmedizin geführt. Die Zahlen der Organspenden sind auch 2013 weiterhin rückläufig. Leidtragende sind die rund 11.000 Patienten auf der Warteliste, deren Behandlungsmöglichkeiten sich dadurch dramatisch verschlechtern.

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Bildnachweis: Stiftung Gesundheit

Barrierefreiheit hat viele Gesichter. Ein entscheidender Punkt ist der barrierefreie Zugang zu höheren Stockwerken. Ein Fahrstuhl ermöglicht das Betreten von höheren Etagen und erleichtert damit vielen Menschen den Alltag. Aufzüge haben einen wichtigen Stellenwert für öffentlich-zugängliche Gebäude wie auch für Arztpraxen. Viele Menschen sind darauf angewiesen, dass es einen Aufzug gibt. Ansonsten können die Treppen in Gebäuden zum unüberwindlichen Hindernis werden, nicht nur für Rollstuhlfahrer. Für die Anforderungen der alternden Gesellschaft und die besonderen Bedürfnisse in verschiedenen Lebenssituationen erfüllen Aufzüge eine wichtige Aufgabe: den Transport zum Ziel. Für das Projekt Praxis-Tool Barrierefreiheit der Stiftung Gesundheit sind Fahrstühle also auch ein fester Bestandteil. Das Praxis-Tool Barrierefreiheit unterstützt Ärzte und Zahnärzte bei der Planung der Praxis ‒ immer unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit. Da passt es, dass das Otis-Mobil gerade auf großer Deutschlandtournee ist. Eine gute Gelegenheit für mich, einmal zu schauen, welche Innovationen und Gestaltungsmöglichkeiten es in diesem Bereich gibt.

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