Der alljährliche Berg aus Einsendungen gehört zum Stiftungs-Office wie Geschenke unterm Tannenbaum.

Der Grund, warum Goethe so inflationär zitiert wird, ist schnell benannt: Der Mann hat einfach immer Recht. Beispiel gefällig? „Ein Kranz ist gar viel leichter binden, als ihm ein würdig Haupt zu finden.“ So – na gut, so ähnlich – formulieren es die Juroren des Publizistik-Preises der Stiftung Gesundheit jedes Jahr in ihren Urteilen. Nicht, weil es keine würdigen Häupter gäbe – sondern eher zu wenig Kränze. Grund genug, rund zwei Wochen vor der Preisverleihung auf dem Jahresempfang 2016 zu erklären, wie in einem zweistufigen Jury-Verfahren herausragende Beiträge im Gesundheits- und Medizinjournalismus identifiziert werden.

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Porträtfoto von Dr. Frank Stehr

Die Krankheit trägt einen langen Namen – und der ist genauso schwierig wie ihre Diagnose und Verlauf: Neuronale Ceroid Lipofuszinose, kurz NCL, ist die häufigste Form von Kinderdemenz. Ein schrittweiser Abbau von Neuronen führt bei den Betroffenen zur Erblindung, geistigem Abbau, motorischen Störungen, Epilepsie und einem vorzeitigen Tod – meistens noch vor dem 30. Lebensjahr. Dieser Krankheitsverlauf ist ebenso tragisch wie unausweichlich, denn die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. Die NCL-Stiftung arbeitet daran, dass das nicht so bleibt: Sie möchte Betroffenen und Angehörigen eine Perspektive geben – und kümmert sich daher um die Vernetzung, Förderung und Koordinierung der verschiedenen Forschungsansätze.

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Porträt von Max-Hubertus Allert

Erwachsenen Patienten einen Eingriff zu erklären, ist schon schwer genug. Aber wie schildert man einem Kind, dass eine Polypenentfernung kein Grund zur Besorgnis ist? Viele Ärzte sind in der kindgerechten Kommunikation schon an ihre Grenzen geraten. Auch Dr. Max-Hubertus Allert ging es nicht anders – was ihn auf eine unkonventionelle Idee gebracht hat: Er schrieb „Kalle wird operiert“ – ein Kinderbuch, das jungen Patienten die Angst nehmen soll. Allerts Plan hat funktioniert: Das Buch wurde von der Stiftung Gesundheit zertifiziert.

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Auch Führungskräfte können nicht alles wissen – vor allem bei schwierigen Rechtsfragen, die Arbeit oder Karriere betreffen, sind sie auf die Hilfe von juristischen Spezialisten angewiesen. Aber wen fragen sie dann? Entscheider im Gesundheitswesen will der Medizin-Management-Verband dafür ein Partner sein: Er bietet seit Beginn des Jahres 2016 eine Rechtsberatung für seine Mitglieder an, deren Kosten bereits im Mitgliedsbeitrag enthalten sind. Die interdisziplinär ausgelegte Vereinigung von Führungskräften im Gesundheitswesen kooperiert dafür mit der „United Leaders Association“ (ULA), der Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände. Ihr Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme erklärt, wie Mitglieder von dem neuen Angebot profitieren.

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Demenz – darf man darüber lachen? Unbedingt, finden Thomas Klie und Peter Gaymann: Sie haben mit dem im medhochzwei-Verlag erschienenen Buch „Demensch – Für einen menschenfreundlichen Umgang mit Demenz“ eine Kollektion aus Texten und Zeichnungen vorgelegt, die den öffentlichen Diskurs über diese Krankheit verändern kann. Weil sie geistreich zeigt, dass Humor für Toleranz unabdingbar ist: Jenseits von platten Witzen bleibt viel Raum, der Demenz ohne Scham und Furchtsamkeit zu begegnen. Indem man mit den Betroffenen lacht – und nicht über sie.

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Dr. Steffen Köhler von Dentilegus

Aus medizinischer Sicht sind die meisten Zahnprobleme kein Problem mehr: Insbesondere die Implantologie macht vieles möglich – allerdings ist zeitgemäßer Zahnersatz für einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung zunehmend unerschwinglich. Die dentilegus-Stiftung macht moderne zahnmedizinische Versorgungsmöglichkeiten, die derzeit nur mit erheblichen Zuzahlungen zu haben sind, sozial benachteiligten Gruppen zugänglich. Das Stiftungskonzept nützt allerdings nicht nur Patienten – auch junge Zahnärzte sollen bei ihrer Ausbildung profitieren.

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CompuGroup Medical

10 Millionen. Das ist die Zahl der Menschen, die in Deutschland dauerhaft mit einer Behinderung leben. Die kann angeboren sein oder plötzlich eintreten – also jeden treffen. Unverständlich und nicht akzeptabel ist es, dass Menschen mit Behinderungen bei so grundlegenen Erfordernissen wie einem Arztbesuch noch zu häufig vor unüberwindbare Hürden gestellt werden: Denn oft endet der Arztbesuch für sie noch vor der Türschwelle – weil das Gebäude der Praxis für ihre Erfordernisse nicht ausgestattet ist. Daher arbeitet die Stiftung Gesundheit mit ihrer Fördergemeinschaft schon seit 2009 am Projekt „Barrierefreie Praxis“, einem Informationssystem, das Patienten zeigt, ob eine Praxis für sie zugänglich ist. Um die dafür benötigten Informationen zu erhalten, sind Selbstauskünfte der Ärzte natürlich unabdingbar. Dank einer Kooperation mit der CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) haben bereits etliche Ärzte Angaben zur Barrierefreiheit ihrer Praxis hinzugefügt: Denn CGM bietet mehr als 60.000 Ärzten Zugang zum Erhebungsbogen der Stiftung Gesundheit.

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Arm mit Stethoskop kommt aus dem Bildschirm eines Laptops

„Kennst du einen guten Arzt?“ Diese Frage hat wohl jeder schon einmal gestellt oder zumindest gehört. Schließlich möchte man seine Gesundheit in den besten Händen wissen. Die Patienten von heute – und noch mehr die von morgen – machen sich dabei ihr Bild meist im Internet: Dort bündeln Bewertungsportale die Erfahrungen und Meinungsäußerungen Tausender Patienten. Einer Studie der Universität Erlangen zufolge nutzen 58 Prozent der Befragten entsprechende Angebote. Und mehr als die Hälfte der Befragten habe sich schon einmal aufgrund einer negativen Bewertung gegen einen Arzt entschieden.

Wer Bewertungsportale nutzt, tut jedoch gut daran, sich einen medienkritischen Blick zu bewahren. Denn längst nicht alles, was sich „Arztbewertung“ nennt, wird diesem Anspruch auch gerecht. So präsentieren die meisten Portalbetreiber lediglich eine zufallsbedingte Sammlung von User-Meinungen, methodisch zumeist nur begrenzt aussagekräftig. Hier und da konnten sich Ärzte auch gegen Entgelt eine bevorzugte Listung sichern. Entgegen landläufiger Meinung stell das noch nicht wirklich eine Arztbewertung dar, die diese Bezeichnung verdient. Ja, es kann sogar irreführen und hat mit einer fairen und methodisch sauberen Beurteilung wenig zu tun.

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Bundesgerichtshof

Stellen Sie sich vor, Sie beobachten, wie jemand Passanten unter wüsten Beschimpfungen mit Dreck bewirft. Was würden Sie denken? Sicher, dass das nicht gerade appetitlich ist. Danach drängt sich die Frage nach dem Warum auf – dicht gefolgt von der Vermutung, dass hier womöglich Polizei und Psychiater gebraucht werden. Was im wahren Leben kaum denkbar ist, scheint online für manche User offenbar gesellschaftsfähig: Denn sie lassen ihren Frust an Restaurantbetreibern, Hoteliers und ja, auch Ärzten, in Form von öffentlichen Schmähungen auf den unterschiedlichen Bewertungsportalen aus. Wenn es dabei jeweils weniger um Kritik geht sondern um Zorn und Rache, dann ist es eine Schlammschlacht 2.0. Schädlich für die Beworfenen ist die, weil sich digitaler Dreck nicht bei 60 Grad in der Waschmaschine auflöst. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat digital besudelten Ärzten nun den Rücken gestärkt: Nach dem Streit eines Zahnarztes mit einem Ärztebewertungsportal hat der BGH die Betreiber zu einer genaueren Prüfung von unfairen Bewertungen verpflichtet (Az.: VI ZR 34/15).

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Buchcover: "Die schlaflose Gesellschaft"

„Ich trainiere Menschen, ihre eigene Schlaftablette zu werden.“ Hans-Günter Weeß, der Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums des Pfalzklinikums, hilft neben seiner Forschungstätigkeit Patienten beim Einschlafen. Der Bedarf ist groß: Mehr als 5 Millionen Menschen leiden in Deutschland dauerhaft an Schlafstörungen. Mit seinem Buch „Die schlaflose Gesellschaft“ möchte Weeß seinen Lesern praktische Tipps an die Hand geben, wie sie ihren Schlaf verbessern können. Doch sein Werk ist nicht nur Ratgeber: Neben verständlichen Einblicken in die Medizin liefert Weeß auch eine amüsant geschriebene Kulturgeschichte des Schlafes ab. Diese Kombination hat auch die Gutachter überzeugt, die das Buch im Auftrag der Stiftung Gesundheit zertifiziert haben. Im Blog beantwortet Weeß unter anderem, warum Frauen alleine besser schlafen und warum gegen ein Nickerchen am Arbeitsplatz eigentlich nichts einzuwenden ist. Na dann: Gute Nacht!

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