Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Ärzte – 10 Tipps

Mirko Gründer - Montag, 19. Juli 2010 - Keine Kommentare

Die eigene Homepage gehört inzwischen zum Standard, auch bei Arztpraxen. Doch oft machen Ärzte die Erfahrung, dass eine hübsche Praxishomepage nicht ausreicht. Patienten nutzen Arzt-Suchportale wie die Arzt-Auskunft oder Google, um sich über Ärzte zu informieren. Häufig steht die eigene Arzt-Homepage bei den entscheidenden Suchbegriffen bei Google zu weit hinten, als dass Patienten sie anklicken würden. Die meisten klicken nämlich nur die ersten zwei bis fünf Treffer an.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) heißt, die Praxishomepage so zu gestalten, dass sie bei Google & Co. weit vorn steht. Hier die 10 Top-Tipps, wie Ärzte ihre Homepage suchmaschinenoptimieren können:

  1. Die richtigen Keywords: Bringen Sie die Suchbegriffe in Erfahrung, die Ihre Patienten benutzen! Das sind nicht immer die Begriffe, die Sie als Fachmann mit Ihrer Tätigkeit verbinden – Patienten googeln nach „Knieschmerzen“, nicht nach „Meniskusruptur“.
  2. Eine gute Domain: Die Webadresse Ihrer Praxishomepage sollte wenn möglich schon selbst das wichtigste Keyword (oder mehrere) enthalten: www.hausarzt-mueller-hamburg.de enthält gleich drei! Aber Achtung: Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt!
  3. Keine Intropages: Verzichten Sie auf die noch immer sehr beliebten Intropages, die oft nur das Praxislogo oder eine Animation zeigen! Geben Sie der Suchmaschine und Ihren Patienten die wichtigsten Informationen direkt auf der Startseite.
  4. Individuelle Inhalte: Kopieren Sie keine Texte von woanders im Internet! Dies schadet Ihrer Seite. Schreiben Sie eigene Texte, und verwenden Sie die wichtigsten Keywords darin.
  5. Eine Seite pro Keyword: Am effektivsten ist es, wenn Sie pro wichtigem Keyword eine Seite anlegen. Schreiben Sie z.B. je eine Seite zu den wichtigsten und häufigsten Indikationen und Ihren gefragtesten Behandlungsangeboten.
  6. Individuelle Metatags: Die Metatags “Title” und “Description” gehören neben dem eigentlichen Text auf der Seite zu den wichtigsten Bausteinen. Benutzen Sie nicht für jede Seite denselben Tag, sondern passen Sie sie an die Seiteninhalte an!
  7. Nutzen Sie Permalinks: Immer noch häufig sieht man Seitenadressen wie diese: www.hausarzt-xy.de/cat13/jb34_12.html. Statt der kryptischen Kennung benennen Sie Ihre Einzelseiten mit Keywords: www.hausarzt-xy.de/symptome/knieschmerzen.html.
  8. Kein Flash, kein Javascript: Die Suchmaschinen können schlecht bis gar nicht Flash-Animationen und JavaScript verstehen. Wenn Sie wollen, dass Ihre Inhalte gefunden werden, dann vermeiden Sie diese Elemente am besten ganz.
  9. Sitemap erstellen: Erstellen Sie eine xml-Datei mit einer Sitemap. Google kann diese ganz einfach auslesen und weiß dann, was es auf Ihrer Seite zu finden gibt.
  10. Sammeln Sie Links: Das Wichtigste überhaupt für den Erfolg im Internet ist es, dass Links von anderen Seiten auf Ihre Praxishomepage zeigen. Je mehr Links, desto stärker wird Ihre Seite.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, haben Sie einen guten Anfang gemacht. Wir haben diese Tipps gemeinsam mit der Stiftung Gesundheit für die Seite der Arzt-Auskunft umgesetzt. (Okay, einige technische Änderungen haben wir zusätzlich vorgenommen. Die waren aber zu kompliziert, um sie hier kurz darzustellen.) Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Geben Sie doch mal bei Google die Begriffe Arzt, Ärzte oder Arztsuche ein.

Tipps gegen Hitze im Büro

Peter Müller - Montag, 12. Juli 2010 - Keine Kommentare

Ich schreibe zwar weder einen Abschiedsbrief, noch eine Kündigung, doch trotzdem stehen mir die Schweißperlen auf der Stirn. 33 Grad Celsius im Büro. Macht die Hitze Ihren Arbeitstag auch unerträglich?

Unser Büro liegt im vierten Stock unter dem Dach. Am Nachmittag knallt die Sonne auf unsere blauen Vorhänge, die sich alsbald in Heizungen verwandeln, und das Büro zusätzlich aufheizen. Abends müssen wir natürlich alle Fenster schließen (safety first), und morgens erwartet uns dann die Wärme, die wir am Abend zuvor eingeschlossen haben. Manchmal höre ich den Sonnengott gehässig lachen, wenn ich den Schlüssel ins Schloss stecke und die Tür aufsperre.

Heute Vormittag bin ich von einem Termin in Berlin mit dem ICE zurück nach Hamburg gefahren. Das waren knapp zwei Stunden im Abteil. Dabei ich hatte mehr Glück als einige andere Bahnreisende am Wochenende:  Die Klimaanlage funktionierte. Allerdings war sie so weit runtergedreht, vermutlich damit sie nicht auch noch kaputt geht, dass die Herren in meiner Nähe ihre Hauptenergie darauf verlegten, sich Luft zuzufächeln. Ich habe die Zeit genutzt, um mit dem Laptop schnell ein wenig Arbeit zu erledigen. Auch wenn es für einen ICE sehr warm war: So ein kühles Umfeld würde ich heute nicht nochmal bekommen.

Dabei haben wir im Büro sogar eine Klimaanlage. Aber die kühlt nicht unsere Mitarbeiter, sondern die Computer im Technikraum. Denn im Gegensatz zu den Computern können wir Menschen uns ja Abkühlung verschaffen. Hier unsere Tipps gegen die Hitze im Büro:

  • viel trinken
  • kaltes Wasser über die Hände und Pulsadern laufen lassen
  • Nacken und Gesicht mit kaltem Wasser benetzen
  • Nicht über Fußball reden. Das erhitzt die Gemüter.
  • Eis essen (wenn es beim Supermarkt um die Ecke nicht schon ausverkauft ist)

So, jetzt geht’s zurück an die Arbeit. Wir wollen ja schließlich unseren Service verbessern und ein paar neue Features für die Arzt-Auskunft umsetzen – im Schweiße unseres Angesichts, versteht sich.

Qualitätsindikatoren in der Zahnheilkunde

Dr. Marion Marschall - Montag, 5. Juli 2010 - Keine Kommentare

Eine moderne Ausstattung? Zufriedene Patienten? Lange Garantiezeiten? Überall in der Medizin versuchen die verschiedenen Akteure des Gesundheitswesen, Qualität messbar zu machen. Denn Qualität fordern die Patienten, die Krankenkassen und auch die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen. Das gilt für die Zahnheilkunde genauso wie für die  Humanmedizin.

Auf dem Symposium der Deutschen Gesellschaft für Qualitätssicherung in der Zahnmedizin e.V. (DGQZ) diskutierten verschiedene Vertreter, wie man sich dem Thema Qualitätsmessung in der Zahnmedizin nähern kann. Die Krankenkassen, vertreten durch Antonius Wienefoet vom GKV-Spitzenverband, wünschen sich Indikatoren, die ihren Versicherten klare Auswahlkriterien bieten: etwa erweiterte Garantiezeiten, ein Qualitätsmanagement-System und Fortbildungen. Dr. Peter Müller, Vorstand der Stiftung Gesundheit, sieht Schwierigkeiten dabei, Patientenempfehlungen als feste Qualitätsindikatoren zu verwenden. Manipulationen durch absichtlich falsche positive oder negative Bewertungen können nicht ausgeschlossen werden. Kritik am Honorarsystem kam von Dr. Willi Janzen, niedergelassener Zahnarzt aus Versmold. Die Gebührenordnung und die Honorarverträge seien überaltert und würden den Stand moderner zahnmedizinischer Möglichkeiten nicht widerspiegeln.

Am Ende einigten sich die Teilnehmer auf die kleinsten gemeinsamen Nenner: die Gewährleistung über die gesetzliche Pflicht hinaus, die fachliche Fortbildung und ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System. Diese Indikatoren bieten sowohl Patienten als auch den Kostenträgern Hinweise auf hochwertige Behandlung und Produkte. Schein-Qualitätsbezeichnungen wie „zertifizierte Wohlfühlpraxis“ wurden als untauglich eingestuft, da sie nichts über die tatsächliche Leistung der Praxis aussagen. Am Ende ist die Diskussion um Qualitätsindikatoren damit noch lange nicht.

Weitere Informationen zum Symposium der DGQZ finden Sie in der DZW – Die Zahnarzt Woche.

Dokumentation, Regelleistungsvolumina, Haftung: der 11. Deutsche Medizinrechtstag in Göttingen

Verena Wenz - Montag, 28. Juni 2010 - Keine Kommentare

Nachdem wir letztes Jahr das zehnjährige Jubiläum des Medizinrechtstags über den Dächern von Frankfurt gefeiert haben, geht es dieses Jahr in Richtung geografische Landesmitte: Der 11. Deutsche Medizinrechtstag findet am 17. und 18. September in Göttingen statt. Elf Referenten – mit diversen Hintergründen, vom Rechtsanwalt bis Softwareexperten – widmen sich dem Thema „Medizin in der Zwangsjacke: Dokumentation – Regelleistungsvolumina – Haftung“. Darunter auch bekannte Namen wie Prof. Dr. Dr. Erwin Deutsch, Mitbegründer der Abteilung für Arzt- und Arzneimittelrecht der Universität Göttingen, der zum Bereich Medizinproduktehaftung referiert.

Wir freuen uns, wenn Mediziner, Juristen sowie andere Interessierte (Journalisten nehmen übrigens kostenlos teil) auch dieses Jahr wieder zahlreich mit dabei sind. Programm und Anmeldeunterlagen finden Sie hier.

Nach den Vorträgen und sicherlich wieder hitzigen – wir sind gespannt – Diskussionen in den modernen Räumen des Sartorius College ist für Freitag Abend Gemütliches geplant: Ein gemeinsames Essen im Romantik Hotel Gebhards, direkt im Herzen der Altstadt. Wer angebrochene Debatten dann auch zu späterer Stunde noch weiterführen möchte, findet um die Ecke jede Menge Kneipen.

Übrigens: Göttingen ist per ICE ein wahrhafter Katzensprung aus allen Richtungen. Ein paar Beispiele: Hamburg-Göttingen 1 h 51, Berlin-Göttingen 2 h 16, Frankfurt-Göttingen 1 h 43, Stuttgart-Göttingen 3 h 10, München-Göttingen 3 h 34. Und das alles sogar völlig ohne Umsteigen.

Patientensicherheit und Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis

Peter Müller - Dienstag, 22. Juni 2010 - Keine Kommentare

Momentan starten wir wieder unsere jährliche Studie „Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis“. Dieses Mal fragen wir konkret nach den Auswirkungen von QM auf Patientensicherheit. QM soll helfen, Arbeitsabläufe zu organisieren und zu strukturieren. Denn Fehler entstehen meist nicht, weil eine Person versagt, sondern wegen systemischer Schwachstellen.

In unserem Büro haben wir auch ein QM-System eingeführt. Hier geht es zwar nicht um die Sicherheit der Patienten. Aber ein wirtschaftlicher Schaden ist auch ärgerlich. Wenn wir etwa den Stiftungsbrief an viele tausend Empfänger per Post verschicken, dann erhält jeder Empfänger ein individuelles Anschreiben mit eigener Adresse. Für den Serienbrief müssen unsere Mitarbeiter die Adressen aufbereiten. Und das kann Fehler bergen. Verrutscht etwa eine Zeile, und die Postleitzahl stimmt nicht mehr, dann kommen tausend Briefe an uns zurück. Das bedeutet: Themenkonferenz, Artikel schreiben, Layout, Druck, kuvertieren und Porto waren umsonst. Und mehr: das Rückporto für die unzustellbaren Sendungen würde sich garstig auftürmen; etwa so wie die Postberge, die dann zurückkämen (in den kleinen gelben Postschütten gerechnet immerhin ein Turm von der Höhe eines fünfstöckigen Hauses, ungefähr). Ein wirtschaftlich immenser Schaden, entstanden durch einen Alltagsfehler, der jedem mal passieren kann. Schon bei dem Gedanken daran wird mir heiß und kalt.

So, schnell das Fenster öffnen und auf kühle Gedanken bringen…

Wir haben, QM sei Dank, für unseren Briefversand Ablaufpläne verfasst. Auf denen ist jeder einzelne Arbeitsschritt festgehalten. Und am Ende gibt es eine Checkliste, anhand derer man das Ergebnis kontrollieren kann. Die Ablaufpläne dienen nicht nur im Arbeitsalltag, gerade bei Krankheit oder Urlaubsvertretung gibt es den Mitarbeitern ein Stück Sicherheit, wenn sie die Aufgaben erledigen, mit denen sie sonst seltener befasst sind.

Ich habe mich zu einem Anhänger von Qualitätsmanagement entwickelt. Allerdings war es bei mir eine freiwillige Entscheidung. Mich hat kein Gesetzgeber dazu verpflichtet, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt QM einzuführen. Wie ist das bei Ihnen, liebe Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten? Wie ist Ihre Sicht auf Qualitätsmanagement? Ich hoffe, Sie nehmen an unserer Studie Teil und beantworten die Fragen. Immerhin wurden Sie dann als Mitglied der repräsentativen Vertreter Ihres Standes ausgewählt; repräsentativ nach Fachdisziplin, Geschlecht, Art des geografischen Einzugsgebietes und vieler weiterer rechnerischer Stratifikationen mehr.

Die Ergebnisse können Sie dann auf unserer Internetseite www.stiftung-gesundheit.de nachlesen, und Auszüge daraus natürlich auch im Stiftungsbrief. Falls Sie ihn noch nicht abonniert haben, können Sie das hier tun: Stiftungsbrief abonnieren. Dann kriegen Sie ihn vierteljährlich kostenfrei zugeschickt. Es sei denn, einem unserer Mitarbeiter unterläuft beim Versand des Stiftungsbriefs ein Fehler mit den Adressen, weil er die Checklisten ignoriert. Dagegen ist QM machtlos.

Checkliste für Arzt-Homepages: ein Impressum kostet nichts

Birgit Pscheidl - Mittwoch, 9. Juni 2010 - Ein Kommentar

Für die Arzt-Auskunft schicken uns viele Ärzte die Adressen ihrer Homepage, damit wir diese in ihrem Eintrag in der Arzt-Auskunft darstellen und verlinken. So können Patienten mit einem Klick von dem Eintrag in der Arzt-Auskunft auf die Homepage der Praxis / der Klinik gelangen. Bevor wir die Links in unser Verzeichnis übernehmen, testen wir natürlich, ob die Adressen auch stimmen.

Dadurch sehen wir in der Adressredaktion Tag für Tag eine Fülle an Arzt-Homepages. Und schon beim ersten Blick wird klar: Die Qualität der Seiten ist stark unterschiedlich. Von der einseitigen Visitenkarte, auf der nur die Kontaktdaten angegeben sind, über die Deluxe-Version, die offensichtlich Profis erstellt haben und die sowohl übersichtlich als auch informativ und ästhetisch daher kommt, bis zur völlig mit Texten überladenen Bleiwüste – es gibt nichts, was es nicht gibt.

Es verblüfft uns dabei jedoch immer wieder auf’s Neue, wenn wir in unserer täglichen Recherche auf Homepages stoßen, die keinerlei Angaben zu ihrer Praxisanschrift machen – nicht einmal im Impressum, denn das fehlt zuweilen ebenfalls gänzlich. Dabei begeben sich Ärzte in ein unnötiges Risiko: Denn ohne Impressum können Homepage-Betreiber kostenpflichtig abgemahnt werden. Je nach Streitwert kann so eine Abmahnung rund 1.000 Euro kosten. Günstiger ist es da allemal, etwas Zeit für die Erstellung eines rechtssicheren Impressums zu investieren.

Das Impressum (lat: das Ein-/Aufgedruckte) ist eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Herkunftsangabe und muss über einen Klick von der Startseite der Homepage erreichbar sein und folgende Angaben enthalten:

  • Name des Arztes/der Ärztin
  • Anschrift der Praxis
  • Telefonnummer
  • E-Mail
  • die gesetzliche Berufsbezeichnung
  • der Staat, in dem sie verliehen wurde
  • die zuständige Landesärztekammer
  • der Name der Berufsordnung
  • die zuständige KV (nur Vertragsärzte)
  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (nur bei Gewerbebetrieben)
  • das Partnerschaftsregister samt Registernummer (nur bei Partnerschaften)
  • eine Datenschutzerklärung (vor allem, wenn es ein Kontaktformular gibt)

Ein rechtssicheres Impressum kostet nichts, kann aber teuer werden, wenn es fehlt.

Zertifizierte Websites gewünscht

Prof. Dr. Uwe Sander - Mittwoch, 19. Mai 2010 - 2 Kommentare

Wer das Internet nutzt, sucht dort häufig auch nach Gesundheitsthemen. Bei weiten Teilen der Bevölkerung ist nicht mehr der Arzt die Informationsquelle Nummer eins für Informationen über Krankheiten und ihre Behandlung. Diagnose und Therapie finden natürlich weiterhin in der ärztlichen Praxis statt; aber der Dialog zwischen Patient und Arzt profitiert von der Unterstützung durch Informationsquellen im Web.

Mehr als hundert wissenschaftliche Studien haben allerdings gezeigt, dass Gesundheitsinformationen im Internet häufig fehlerhaft und durch die Interessenlage der Anbieter systematisch verzerrt sein können. Somit bleibt nach der Internetsuche bei vielen Surfern Verunsicherung.

Rund die Hälfte wünscht sich daher eine unabhängige Instanz, die ihnen die Informationen bestätigt. Mit einer neuen Zertifizierung medizinischer Websites sollen solche Angebote ausgezeichnet werden, die gut zu bedienen sind und auf die sich Surfer auch inhaltlich verlassen können. Mehr über das Zertifizierungsverfahren lesen Sie auch im Stiftungsbrief der Stiftung Gesundheit.

Was kostet die Welt?

Birgit Pscheidl - Mittwoch, 12. Mai 2010 - Keine Kommentare

Immer wieder kommt es zu ungläubigen Nachfragen, ob denn der kostenfreie Grundeintrag in der Arzt-Auskunft wirklich kostenfrei sei. Dieses Serviceangebot scheint nach wie vor Skepsis auszulösen: Wann bekommt man schon mal was umsonst? Und dann noch etwas sinnvolles, das für das eigene Praxismarketing wertvoll ist.

Auch in Zeiten, in denen Redewendungen à la „was nichts kostet, ist auch nichts wert“ auf „Geiz ist geil“ treffen, wittern Viele hinter einem kostenfreien Angebot immer noch einen Haken in Form von versteckten Kosten. Zugegeben, für gesunde Skepsis haben wir durchaus Verständnis, schließlich gibt es in allen Branchen schwarze Schafe, so leider auch bei den Arztverzeichnissen. Vor einer Zustimmung sollte auf jeden Fall geprüft werden, was ein kostenfreier Eintrag z.B. in einem Ärzteportal beinhaltet.

Der kostenfreie Grundeintrag der Arzt-Auskunft hat sich dabei seit Anbeginn stetig erweitert und ausgebaut: Kern des kostenfreien Eintrags ist und bleiben dabei die Gebiets-/Facharztbezeichnungen von A wie Allgemeinmedizin bis Z wie Zahnmedizin sowie die Praxisanschrift und die Kontaktdaten, auch die der Zweigpraxis. Darüber hinaus haben Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten die Möglichkeiten, differenzierte Angaben zu ihrer Praxis und ihren Serviceleistungen zu machen und die Patienten beispielsweise über ihre Sprechzeiten, die Erreichbarkeit der Praxis mit öffentlichen Verkehrsmitten oder über den Grad der Barrierefreiheit  ihrer Praxis, zu informieren.

Die Angaben zur Praxis können dabei jederzeit von den Ärzten aktualisiert und auf den neusten Stand gebracht werden. Die gewünschten Angaben können einfach per Fax (040/ 80 90 87 – 555), per E-Mail (info@stiftung-gesundheit.de) oder am besten gleich über den nur für Ärzte zugelassenen Online-Zugang an die Adressredaktion übermittelt werden. Und da die Adressredaktion stets an der Aktualität der Arzt-Auskunft arbeitet, gibt es hier auch keine „Deadline“, keinen Einsendeschluss. Änderungen und Aktualisierungen sind stets willkommen.

Und für alle Ärzte, die noch über keine eigene Praxis-Homepage verfügen, stellt die Detailansicht der Arzt-Auskunft eine kostenfreie und rechtssichere Alternative dar, die die Präsenz im Internet gewährleistet.

Wie wir ein so umfangreiches Angebot und darüber hinaus auch noch eine für die Patienten kostenfreie Servicerufnummer (Tel.: 0800 / 739 00 99) finanzieren, lesen Sie auf der Seite Alles über die Arzt-Auskunft.

Neben dem kostenfreien Grundeintrag gibt es die Möglichkeit, sich – über die Facharztbezeichnung hinaus – mit Zusatzbezeichnungen und Therapieschwerpunkten in der Arzt-Auskunft zu positionieren. Hierfür wird eine Umlage von 6,20 Euro pro Schwerpunkt und Monat erforderlich. Dieser kostenpflichtige Eintrag erfolgt ausschließlich auf schriftlichen Antrag mittels des Teilnahmebogens, sodass bei einer Aktualisierung des kostenfreien Grundeintrags nicht aus Versehen Kosten ausgelöst werden können.

Preisträger Nikolaus Nützel: “Der Publizistik-Preis bestärkt mich weiterzumachen”

Nikolaus Nützel - Montag, 3. Mai 2010 - 4 Kommentare

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich mich über den Publizistik-Preis der Stiftung Gesundheit ausgesprochen gefreut habe. Seit die Einreichungsfrist verstrichen war, habe ich mehrfach täglich vor mich hingemurmelt, dass ich diesen Preis wirklich besonders gerne bekäme. Das hängt zum einen damit zusammen, dass so ein Preis den Narzissmus, unter dem ja viele Journalisten ein wenig leiden, prächtig bedient. Außerdem hängt es damit zusammen, dass man ja gerade im Bereich der Gesundheitspolitik als Journalist nicht laufend nur Zustimmung und Lob für seine Arbeit erhält.

Ein kleines Beispiel: Als ich vergangenes Jahr in einer Ratgeber-Sendung des Bayerischen Rundfunks ganz arglos erwähnte, dass Patienten sich in Hausarztverträge nicht einschreiben müssen, sondern dass es ihre freie Entscheidung ist, erhielt eine ganze Reihe ziemlich deutlicher E-Mails von Hausärzten. Eine davon enthielt folgendes: „Nutzen Sie Ihre journalistische Freiheit, aber wundern Sie sich nicht über Gegnerschaft, die Sie sich reichlich geschaffen haben. Jeder wird die Mittel nutzen, die ihm zur Verfügung  stehen.” Da fragt man sich ja schon, was das für Mittel sind, die ein Arzt nutzen kann. Skalpell? Akupunkturnadel?

Und als ich etwa zur gleichen Zeit Statistiken wiedergab, aus denen hervorgeht, dass bayerische Ärzte im Schnitt um ein Zehntel besser verdienen als der Durchschnitt aller bundesdeutschen Ärzte, fand ich unter anderem eine Zuschrift eines Orthopäden in meinem E-Mail-Kasten, die folgende Passage enthielt: „Kennen Sie den: Was ist das? Hundert Rechtsanwälte mit einem Betonklotz am Bein auf dem Grunde des East River? Antwort: Ein guter Anfang. Ähnliches gilt für das Gros der Journalisten, ob Papier oder Rundfunk.” Das war natürlich nicht als Todesdrohung oder auch Herbeiwünschen meines baldigen Ablebens gemeint, sondern entsprach der etwas aufgeheizten Atmosphäre, die bei gesundheitspolitischen Debatten immer mal wieder hochkocht.

Zu diesen Debatten gehört es leider, dass etliche Diskutanten der Ansicht sind, es gebe nur schwarz und weiß, sprich: Entweder man ist für eine Seite oder gegen sie. Dass man grundsätzlich eine gute Versorgung der Bevölkerung durch niedergelassene Haus- und Fachärzte befürwortet, gleichzeitig aber nicht jede Argumentation der jeweiligen Verbände unterstützen mag – das ist nicht jedem Diskutanten immer eingängig. Nicht einmal dann, wenn man ihm erläutert, dass man sich ja gar nicht gleichzeitig auf die Seite der Haus- wie auch der Fachärzte stellen kann. Dazu sind deren Interessen einfach zu unterschiedlich und deren Verbände zu sehr miteinander in Konkurrenz. Die Erkenntnis, dass es im Gesundheitswesen kein schwarz und weiß, sondern sehr viel Grau in sehr vielen Schattierungen gibt, diese Erkenntnis wird nicht sonderlich gerne gehört.

Nun ja, damit muss man als Journalist natürlich leben können. Und bislang habe ich noch keinen überzeugenden Grund gefunden, warum ich von dem abweichen sollte, was ich mir seit rund 14 Jahren immer wieder vornehme: Meinen eigenen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der öffentliche Diskurs über gesundheitspolitische Themen mit ein bisschen Rationalität geführt wird. Denn Rationalität ist manchmal arg rar in diesem Diskurs.

In diesem Sinne bestärkt mich der Preis darin, dass es sich vielleicht doch lohnt, genau in dieser Richtung weiterzumachen: Sich zu bemühen, etwas Rationalität in die Berichterstattung übers Gesundheitswesen zu bringen.

Das ABC unseres Jahresempfangs

Verena Wenz - Mittwoch, 28. April 2010 - Ein Kommentar

Noch etwas mehr als 24 Stunden, und wir werden unser eigenes Büro wahrscheinlich nicht wiedererkennen. Wo jetzt noch die Kollegen hinter Monitoren sitzen und verhaltenes Tastengeklapper produzieren, werden morgen über 50 Gäste sich unterhalten, essen, trinken und mit uns unseren Jahresempfang feiern.

Neben freudiger Erwartung schleicht sich da klammheimlich auch etwas Lampenfieber ein. Schließlich steht vor so einer Veranstaltung ein großer Berg an Organisationsarbeit. Das fängt bei A wie Anmeldungen verwalten an, geht weiter mit B wie Begrüßungsansprache schreiben, C wie Catering bestellen, D wie Dekoration heranschaffen, E wie Ersatz-Parkplätze organisieren, F wie Fotoapparat in Startposition bringen, G wie Gläser spülen… Irgendwie standen die letzten Wochen im Zeichen von ToDo-Listen, die die Angewohnheit hatten, jedes Mal, wenn sie ein Häkchen hinzubekamen, dafür an anderen – manchmal ganz unerwarteten – Stellen wieder weiterzuwuchern.

Doch darüber möchte ich gar nicht zu lange nachdenken. Sondern vielmehr die Zeit jetzt gerade genießen, unmittelbar vor dem Ereignis. Die doch eigentlich die schönste ist, denn: Im Vergleich zur “Done-Liste” ist die “ToDo-Liste” plötzlich auf ein geradezu lächerlich wirkendes kleines Häufchen zusammengeschrumpft. Somit sollte uns dann auch das letzte Tischerücken, das noch fehlt, um unsere Räume feiertauglich zu machen, nicht mehr schrecken.

Zeit, sich einmal relaxt zurückzulehnen und der Vorfreude freie Bahn zu lassen – auf unsere vielen angemeldeten Gäste, einen tollen Abend, und den sicher erinnernswerten Anblick unseres Büros ohne Schreibtische, dafür aber im Festgewand.